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Tipps zur Bekämpfung von Schimmelpilzen

Im Innenraum stellt Schimmelpilzbefall ein hygienisches und gesundheitliches Problem dar. Wegen der Ausbreitungsgefahr in der Wohnraumluft sind schnelle und effektive Maßnahmen erforderlich. Nur bei kleinen Flächen bis maximal 0,4m² kann eine Sanierung selbst durchgeführt werden. Gerade wegen der Gesundheitsgefahr durch die freigesetzten Pilzsporen sollte bei größeren Flächen unbedingt auf professionelle Hilfe zurückgegriffen werden.

Zur effektiven Bekämpfung muss zunächst die Befallursache beseitigt werden. Dazu ist oftmals zusätzlicher Wärmeschutz notwendig und es müssen gegebenenfalls die Nutzungsgewohnheiten geändert werden. (Siehe "Checkliste Vorbeugemaßnahmen gegen Schimmelpilzbefall" weiter unten.)

Zur Bekämpfung des Schimmels sind folgende Maßnahmen zu ergreifen:

  1. Mechanische Entfernung des Pilzbefalls. Dabei werden befallene Tapeten / Silikonfugen abgenommen und trockene Stelle mit einem Staubsauger (mit Feinstaubfilter!) abgesaugt.
  2. Feuchte Stellen müssen nun wieder austrocknen. Das Austrocknen kann beschleunigt werden, indem man kontinuierlich zwischen Heizen und Lüften wechselt.
  3. Bei leichtem Befall hilft reiner Alkohol. Pilztötende Imprägniermittel hingegen stellen im Innenraum ein mögliches Gesundheitsrisiko dar und sollten dem Fachmann vorbehalten bleiben.

Checkliste: Vorbeuge-Maßnahmen gegen Schimmelpilzbefall 

  • Ausreichend heizen und Temperaturunterschiede von über 4 Grad zwischen den einzelnen Räumen vermeiden.
  • Feuchtigkeit in Küche, Bad und Dusche nicht in die Wohnung, sondern direkt nach draußen leiten.
  • Mehrmals täglich stoßlüften, im Winter 4-6 Minuten, im Sommer 12-15 Minuten. Keine Dauerlüftung (bei gekipptem Fenster).
  • Keine Luftbefeuchter verwenden.
  • Türen zu kälteren Räumen geschlossen halten.
  • Luftfeuchte regelmäßig kontrollieren. Bei einer Raumtemperatur von 20-21°C sollte sie zwischen 50% und 60% liegen.
  • Bei ungedämmten Außenwänden sollten die Möbel mindestens 10 cm von der Außenwand entfernt stehen, um den Luftstrom nicht zu behindern.
  • Vor Sanierungsmaßnahmen Räume gründlich austrocknen.
  • Zusätzliche Wärmedämmung sollte möglichst von außen angebracht werden. Innendämmung ist nur mit integrierter Dampfsperre sinnvoll.

 


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