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20 Fragen und Antworten zum sicheren Schwimmhallen-Ausbau
Dampfsperre - ja oder nein?
Wenn Wärmedämmung - innen oder außen?
20 der häufigsten Fragen über das komplexe Thema Bauphysik, dazu
natürlich die fachlichen Antworten, haben wir zusammengetragen:
- Warum sind Schwimmhallen klimatisch etwas Besonderes?
- Warum sind 60 % relative Luftfeuchte bei Schwimmhallen
gefährlicher als in Wohnräumen?
- Warum wird in Schwimmhallen eine Dampfsperre benötigt?
- Können Wände hinter einer Dampfsperre noch "atmen"?
- Wie vermeidet man ganz zuverlässig Tauwasserschäden?
- Welche Bauvorschriften gelten für Schwimmhallenbauteile?
- Was fordert die Energieeinspar-Verordnung (EnEV) für
den Bau von Schwimmhallen?
- Ist bei Kellerwänden eine Außendämmung sinnvoll und
notwendig?
- Wie können Innenwände technisch sicher ausgeführt
werden?
- Welche Bedingungen sind für Wandmalereien zu schaffen?
- Wie können begrünte Flachdächer und Terrassen über
Schwimmhallen ausgeführt werden?
- Muss ein Schwimmhallendach immer hinterlüftet werden?
- Sind Gips-Bauplatten in Schwimmhallen zulässig?
- Sind Deckenabhängungen in Schwimmhallen ratsam?
- Wie hoch muss der Raum für eine Schwimmhalle sein?
- Was kann man tun, wenn der Raum sehr niedrig ist?
- Was ist bei Schwimmhallen-Fenstern zu beachten?
- Was ist hinsichtlich der Akustik zu beachten?
- Wie lassen sich die Betriebskosten niedrig halten?
- Wo gibt es Beispiele und Referenzen guter Schwimmhallen
zu sehen?
1. Warum sind Schwimmhallen klimatisch etwas
Besonderes?
Schwimmhallen sind Feuchträume mit nahezu konstanter
Luftfeuchtigkeit. Alle anderen Räume im Haus, insbesondere das
Badezimmer, haben stark wechselnde Luftfeuchten. Deshalb sind alle
Bauteile, die eine Schwimmhalle begrenzen, auch besonderen Risiken der
Feuchte-Kondensation ausgesetzt. Die absolute Feuchtemenge liegt in der
Schwimmhalle etwa doppelt so hoch wie bei normalem Wohnraumklima. Im
Badezimmer können Baustoffe (Wände, Decke) zur zeitweisen Pufferung
von Feuchtespitzen herangezogen werden. Aber in der Schwimmhalle kann
dieser Effekt nicht genutzt werden, weil kaum Feuchteschwankungen
vorkommen.
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2. Warum sind 60 % relative Luftfeuchte
bei Schwimmhallen gefährlicher als in Wohnräumen?
Luft kann bei steigenden Temperaturen mehr Feuchtigkeit aufnehmen als
bei kühleren Temperaturen. Deshalb verschwindet beispielsweise Nebel,
wenn im Laufe des Tages die Lufttemperatur steigt. Die Nebeltröpfchen
werden dann von der Luft wieder in Form von durchsichtigem Wasserdampf
aufgenommen.
Schwimmhallenluft von ca. 30° C, 60 % relativer Luftfeuchte enthält
pro Kubikmeter ca. 19 g Wasser. Wohnraumluft (20° C) bei ebenfalls 60 %
relativer Luftfeuchte enthält dagegen nur ca. 10 g/m³, also etwa die
Hälfte. Die Angabe der relativen Luftfeuchtigkeit hat nur dann
praktischen Wert, wenn die entsprechende Lufttemperatur dazu genannt
wird.
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3. Warum wird in Schwimmhallen eine Dampfsperre benötigt?
Die Außenluft hat das Jahr über deutlich weniger Feuchtigkeit pro
Kubikmeter Luft gespeichert als die Schwimmhallenluft. Im Winter kann
der Feuchtegehalt in der Schwimmhalle zeitweise 20 mal höher liegen als
in der Außenluft. Durch diesen Unterschied im Feuchtegehalt ist der
Wasserdampf bestrebt, einen Ausgleich zu schaffen und drängt in
Richtung der feuchtigkeitsarmen Außenluft. Weil Wasserdampfmoleküle so
winzig klein sind, können sie übliche Baustoffe mit geringem
Widerstand durchdringen. Da die Außenwand jedoch nach außen hin
kühler wird, unterschreitet das Wasserdampfmolekül auf dem Weg durch
die Außenwand die sog. Taupunkttemperatur und wird zu flüssigem
Wasser. Dies ist für jede Wandkonstruktion schädlich. Daher muss der
Vorgang bereits auf der Innenseite der Schwimmhalle unterbunden werden.
Dies übernimmt die Dampfsperre.
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4. Können Wände hinter einer Dampfsperre noch "atmen"?
Unter Atmung wird entweder Luft- oder Feuchtigkeitsaustausch
verstanden. Ein Luftaustausch findet durch eine hochwertig ausgeführte
Wand aber nicht statt. Dies unterbinden auch die gesetzlichen Baunormen,
die eine luftdichte Konstruktion fordern. Aus diesem Grund ist der
Begriff "Atmung" hier im Prinzip falsch. Wird mit Atmung die
Feuchtigkeitswanderung bzw. Diffusion durch Bauteile gemeint, so ist im
Prinzip wichtig, dass die Konstruktion austrocknet und auf Dauer trocken
bleibt. Die Dampfsperre sorgt dafür, dass von innen keine Feuchte
eindringt. Das bewirkt, dass innerhalb der Konstruktion ein
Dampfdruckgefälle nach außen herrscht und so die Wand nach außen hin
austrocknet und trocken bleibt. Unter "Atmung könnte aber auch der
Effekt des Aufnehmens und wieder Abgebens von Feuchtigkeit aus der
Raumluft gemeint sein, der im Wohnraum für einen gewissen
Feuchte-Ausgleich (Regulierung durch Pufferwirkung) sorgt. Dieser Effekt
ist in der Schwimmhalle nicht vorhanden und nicht erforderlich, da es
durch die automatisch arbeitende Entfeuchtungsanlage praktisch keine
Feuchtespitzen gibt, sondern die Feuchte nahezu konstant bleibt.
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5. Wie vermeidet man ganz zuverlässig Tauwasserschäden?
Tauwasser entsteht an kühlen Flächen. Um Tauwasser in der
Schwimmhalle zu verhindern, muss die Oberflächentemperatur der Wände
über der sog. Taupunkttemperatur von ca. 23° C liegen. Ist dies nicht
der Fall, dann ist die Wärmedämmung des Außenbauteils zu gering. Am
sichersten vermeidet man Tauwasserschäden durch eine rundum
geschlossene Innendämmung mit aufkaschierter Dampfsperre wie z.B. dem
ISO-PLUS-SYSTEM. Dieses System hat sich bewährt, weil rundum praktisch
alle Flächen nahezu Raumtemperatur haben und dadurch trocken bleiben.
Wärmebrücken werden sicher vermieden und die gesamte Fläche ist
dampfdicht.
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6. Welche Bauvorschriften gelten für
Schwimmhallenbauteile?
Außenbauteile wie Wände und Decken müssen die Mindestanforderungen
beim Wärmeschutz erfüllen. Diese sind in der geltenden
Energieeinspar-Verordnung (EnEV) definiert. Sie fordert unter anderem
eine rundum luftdichte Konstruktion und die Vermeidung von
Wärmebrücken. Außerdem muss jedes Bauteil bauphysikalisch überprüft
werden. Dazu empfiehlt sich der Nachweis nach DIN 4108. Dieser Nachweis
sollte vor Baubeginn für jedes Bauteil der Schwimmhalle erstellt
werden. Er gehört zur Sorgfaltspflicht von Planern und ausführenden
Handwerkern. ISO-PLUS bietet derartige Nachweise als Partner-Service an.
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7. Was fordert die Energieeinspar-Verordnung (EnEV) für
den Bau von Schwimmhallen?
Schwimmhallen sind laut EnEV hinsichtlich des Wärmeschutzes wie
Wohnräume zu betrachten. Hierfür legt die Verordnung Maximalwerte für
den Primärenergiebedarf fest. Diese werden mit den vom Architekten
ermittelten Werten aus den Gebäudedaten verglichen und im
entsprechenden Nachweis bestätigt. Dieser ist Teil des Bauantrages. Um
nun für die Praxis Anhaltswerte für die einzelnen Bauteile zu haben,
sind die angefügten U-Werte in der Tabelle zu empfehlen.
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8. Ist bei Kellerwänden eine Außendämmung sinnvoll und
notwendig?
Kellerwände gegen Erdreich werden in der Regel in Beton ausgeführt
und sollten daher Sinnvollerweise mit mindestens 8 cm Dämmstoff von
außen wärmegedämmt werden. Auf der Innenseite ist eine zusätzliche
Wärmedämmung mit Dampfsperre sinnvoll, da Schwachstellen wie
Fensterlaibungen und Deckenübergänge auf diese Weise bauphysikalisch
sicher ausgeführt werden können. Der Wasserdampf bleibt dort wo man
ihn haben will, in der Schwimmhalle. Die Beton-Konstruktion wird vor den
Chemikalien der Schwimmhallenluft (Chloride) geschützt. Generell ist zu
sagen, dass eine Außendämmung die bauphysikalische Situation in der
Regel immer verbessert, jedoch wird der Feuchteschutz nicht automatisch
erreicht. Daher ist der bauphysikalische Nachweis generell zu empfehlen.
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9. Wie können Innenwände technisch sicher ausgeführt
werden?
Bei Innenwänden muss unterschieden werden, ob sie an beheizte oder
unbeheizte Räume anschließen. Bei unbeheizten Räumen sind gemäß
Energieeinspar-Verordnung die gleichen Anforderungen zu erfüllen wie
bei den Außenwänden gegen Erdreich. Daher ist auch hier in der Regel
eine Innendämmung mit Dampfsperre notwendig. Innenwände gegen beheizte
Räume sollte man ebenfalls mit einer Wärmedämmung versehen. Die Wand
bleibt so auf der Innenseite behaglich warm, der Wärmeabfluss wird
spürbar reduziert und die nebenliegenden Räume werden nicht unnötig
erwärmt, was besonders im Sommer sehr angenehm ist.
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10. Welche Bedingungen sind für Wandmalereien zu
schaffen?
Unabhängig von der späteren Gestaltung der Schwimmhallenwände muss
die Wandkonstruktion bauphysikalisch sicher ausgeführt sein, d.h. es
darf sich weder an der Oberfläche noch im Wandinneren Kondensat bilden.
Durch hochwertige Innendämmung mit Dampfsperre wird dafür die
wichtigste Voraussetzung geschaffen. Auf der Aluminium-Dampfsperre kann
dann mittels systemgerechter Haftbrücke der Schwimmhallenputz oder -
speziell bei geplanter Malerei - ein Malgrund aufgebracht werden. Gerade
bei Malereigestaltung sollte man auf ein bewährtes Gesamtsystem
zurückgreifen, bei dem alle Komponenten (Wärmedämmung, Dampfsperre,
Gestaltung) aufeinander abgestimmt sind.
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11. Wie können begrünte Flachdächer und Terrassen
über Schwimmhallen ausgeführt werden?
Bei Flachdächern ist immer auf eine hochwertige
Feuchtigkeitsabdichtung an der Oberseite zu achten. Für einen sicheren,
wurzelfesten Aufbau der Konstruktion gibt es DINgerechte und
praxisbewährte Aufbauten. Dabei sind auch die Lage und die Dicke der
Wärmedämmung festgelegt. Prinzipiell gibt es zwei Varianten:
- Die Warmdach-Konstruktion, bei der die Feuchtigkeits-Abdichtung
oben auf der Wärmedämmung angebracht ist und
- das sog. Umkehrdach, bei dem der Dämmstoff auf der
Feuchtigkeits-Abdichtung angebracht ist. In jedem Fall sind die
geltenden Flachdachrichtlinien zu berücksichtigen.
Auf der Innenseite ist bei Flachdächern eine zusätzliche
Wärmedämmung mit Dampfsperre sinnvoll, da dadurch der nahtlose
Übergang zur Dampfsperre der Außenwände geschaffen wird. Durch die
verschiedenen Baustoffe und Sperrschichten im Flachdach ist diese
Konstruktion bauphysikalisch sicher. Sie sollte aber im Einzelfall
gesondert zu geprüft werden..
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12. Muss ein Schwimmhallendach immer hinterlüftet
werden?
Schwimmhallendächer werden oft als Steildach- oder
Pultdach-Konstruktion ausgeführt. Hierbei greifen die Planer meistens
auf Leimbinder- oder Holzsparrenkonstruktionen zurück. Dabei eignet
sich der Zwischenraum zwischen den Sparren bzw. Pfetten bestens, um den
Dämmstoff (Mineralwolle) einzubringen. In Schwimmhallen hat sich die
sog. Vollsparren-Dämmung bewährt. Dabei wird auf die
Hinterlüftungsebene direkt über dem Dämmstoff verzichtet. Der
Hohlraum wird sparrenhoch mit Dämmstoff ausgefüllt. Über der Dämmung
wird eine diffusionsoffene Unterspannbahn befestigt und darauf die
Konterlattung für die Dachkonstruktion. Diese übernimmt dann die
Hinterlüftung der Dacheindeckung. Bei Holzkonstruktionen ist auf der
Innenseite eine absolute Dampfsperre unabdingbar. Alle Stöße und Fugen
müssen systemgerecht dampfdicht verklebt werden, so dass die gesetzlich
geforderte Winddichtigkeit erreicht wird.
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13. Sind Gips-Bauplatten in Schwimmhallen zulässig?
Planer und Handwerker sind gut beraten, wenn sie bei der Auswahl der
Produkte auf Schwimmhallen-Tauglichkeit achten. Gerade weil eine
Schwimmhalle nicht mit den klimatischen Anforderungen eines normalen
Wohnhauses gleichgesetzt werden kann, müssen alle Produkte, die der
Innengestaltung dienen, für die permanente Feuchtebelastung geeignet
sein. Bei üblichem Schwimmhallen-Klima von 30° C und 60 % relativer
Feuchte sind Gipsbaustoffe nicht mehr zulässig. Sie neigen in der
permanent hohen Luftfeuchtigkeit zur erhöhten Feuchtigkeitsaufnahme und
stehen in der Gefahr, ihre Festigkeit zu verlieren. Zu empfehlen sind
gipsfreie ISO-Feuchtraum-Paneele, die ebenfalls fugenlos beschichtet und
verputzt werden können.
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14. Sind Deckenabhängungen in Schwimmhallen ratsam?
Die Deckenabhängung in Schwimmhallen erfreut sich eines zunehmenden
Interesses bei Bauherren und Planern. Sie hat sehr große Vorteile bei
der Gestaltung der Schwimmhalle, da durch die Abhängung verschiedene
Höhenabstufungen mit relativ wenig Aufwand möglich sind. Außerdem
können hinter der Abdeckung Versorgungsleitungen und Kabel
untergebracht werden, und die Be- und Entlüftung kann über den
Abhängungszwischenraum erfolgen. Dadurch lassen sich unschöne
Lüftungsgitter vermeiden. Als Material für die abgehängte Fläche
eignen sich ISO-Feuchtraum-Paneele. Diese großflächigen Platten sind
absolut feuchtesicher und können auf der Innenseite beliebig mit Putz
oder auch Malerei gestaltet werden. Sie sind hitzebeständig und können
deshalb problemlos die Beleuchtungskörper aufnehmen. Hinsichtlich der
Abhängung (Material und Ausführung) müssen die speziellen
Anforderungen für Schwimmhallen beachtet werden.
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15. Wie hoch muss der Raum für eine Schwimmhalle sein?
In öffentlich genutzten Schwimmhallen (auch Hotelbäder,
Therapiebäder usw.) ist eine lichte Mindestraumhöhe von 2,50 m
einzuhalten. Diese empfiehlt sich auch im Privatbad zu realisieren.
Höhen von ca. 2,40 m sind aber bei kleineren Schwimmhallen auch noch
gut. Für den Fußbodenaufbau werden heute mindestens 15 cm angesetzt
und an der Decke sind 10 - 15 cm vorzusehen. Somit ist bereits bei der
Rohbauplanung eine Höhe von mindestens 2,80 m einzuplanen.
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16. Was kann man tun, wenn der Raum sehr niedrig ist?
Bei Räumen unter 2,40 m Raumhöhe ist jeder Zentimeter Höhe
wichtig. Bei der Wärmedämmung und Dampfsperre an der Decke sollte man
sich daher auf das absolut erforderliche dünnste Maß beschränken. In
der Regel sind dies 3 cm. Beim direkt verputzten System ist damit ein
Gesamt-Höhenverlust von ca. 4 cm (incl. Verklebung und Beschichtung)
anzusetzen. Die Schwimmhallen-Beleuchtung ist bei dieser Konstruktion
dann an der Wand anzubringen. Will man dennoch integrierte Strahler in
der Decke vorsehen, ist im Einzelfall nach bauphysikalischer Prüfung
eine 8 cm dicke ISO-PLUS-Dämmung mit sog. ISO-Lichtboxen möglich.
Diese dickere Dämmstoffebene kann auch als Fries rund um den Raum
gezogen werden, und die Restfläche kann dann höher liegen.
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17. Was ist bei Schwimmhallen-Fenstern zu beachten?
er Glasflächenanteil der Schwimmhallen-Wände sollte maximal 30 - 50
% betragen, um den Lüftungsaufwand in Grenzen zu halten und um bei der
abendlichen Nutzung nicht zu große "schwarze" Flächen zu
haben. Dachverglasungen sind zu vermeiden oder so auszuführen, dass sie
sicher mit entfeuchteter warmer Zuluft beschleiert werden können.
Lichtkuppeln und Dachflächenfenster neigen bereits bei
Außentemperaturen von + 5° C zu Kondensatbildung mit allen negativen
Begleiterscheinungen und sind daher zu vermeiden.
Für die Verglasung sollten U-Werte von 0,9 - 1,1 W/m²K eingesetzt
werden. An den Fensterlaibungen sollten 3 - 5 cm Platz für
Wärmedämmung und Dampfsperre eingeplant werden. Rollläden sind
elektrisch zu betreiben, um Undichtigkeiten zu vermeiden.
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18. Was ist hinsichtlich der Akustik zu beachten?
Private Schwimmhallen und Hotel-Schwimmhallen bis ca. 150 m² Fläche
sind bei heutiger Bauweise in der Regel ohne besondere akustisch
wirkende Maßnahmen angenehm ausführbar. Ausnahmen sind dann zu sehen,
wenn die Wände rundum gefliest sind, was heute so gut wie nie mehr
realisiert wird. Durch die bewährten Systeme mit der ISO-PLUS-Dämmung
mit fein strukturierten Schwimmbad-Putzen entsteht eine akustisch sehr
angenehme Raumwirkung. In größeren Schwimmhallen wird die Decke in der
Regel in unterschiedlichen Ebenen abgehängt, so dass dadurch auch in
Verbindung mit der Wasserfläche zusätzlich die Raumakustik verbessert
wird. Kritisch zu sehen sind größere Wasserspeier, deren Wasserstrahl
direkt ins Becken fällt. Der dadurch ausgelöste dumpfe Schall ist nur
sehr schwer beherrschbar.
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19. Wie lassen sich die Betriebskosten niedrig halten?
Einen wichtigen Anteil an den Betriebskosten bilden die Heizkosten.
Sie sind durch fachgerechte Planung und Ausführung stark beeinflussbar.
Am wichtigsten sind dabei der Wärmeschutz der Außenflächen, die
hochwertige Verglasung, die Verdunstungsminimierung aus dem Becken und
die Wärmerückgewinnung bei der Lüftung und Entfeuchtung. Durch
gewerkeübergreifende Planung sind die Heizkosten einer privaten
Schwimmhalle mit Werten unter 3,- € pro Tag realistisch. Man spricht
dann von sog. Niedrigenergie-Schwimmhallen, analog den
Niedrigenergiehäusern.
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20. Wo gibt es Beispiele und Referenzen guter
Schwimmhallen zu sehen?
Gute Schwimmhallen sind heute Standard geworden. Wassertechnik,
Lüftung und Innenausbau sind heute technisch so gut gelöst, dass kein
Wunsch mehr offen bleiben muss. Allein die Gestaltung ist und bleibt
Geschmacksache. Hier empfiehlt es sich, rechtzeitig entsprechende
Anregungen zu holen. Dies ist z.B. in gelungenen Hotelbädern möglich.
Eine Auswahl davon findet man im Internet unter www.iso.de
(Referenzliste). Über 200 ausgeführte private Schwimmbäder sind unter
www.livingpool.de zu sehen.
Ansonsten kann man bei der Fa. ISO-GmbH eine 24seitige
Vierfarb-Broschüre anfordern, die viele Beispiele und praktische
Anregungen zum gelungenen Schwimmhallen-Ausbau liefert.
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Quelle: ENOP
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